Bauen mit Bambus

18.08.2016

Die Ausstellung BAMBUSWALDhoch10 macht Station in Münster

Der Kolumbianer Kevin Ruiz ist für den gemeinnützigen Verein Schule fürs Leben e.V. vier Wochen lang von Frankfurt am Main bis nach Norderney gewandert. Auf halbem Weg machte er am 18. August Station in Münster um mit dem Deutschen Architektur Verlag die mobile Ausstellung zu dem Projekt BAMBUSWALDhoch10 zu präsentieren.


Der Frankfurter Verein hat es sich zur Aufgabe gesetzt, Bildungsprojekte zu initiieren, die sich nach spätestens zehn Jahren selbst finanzieren können. Er befasst sich so auch mit der Wiederaufforstung von Bambuswald in Ruiz’ Heimatort Buga, nahe der kolumbianischen Millionenstadt Cali. Bambus ist ein traditioneller kolumbianischer Baustoff, der in den letzten Jahrzehnten durch die Rodung der Wälder für den Anbau von Zuckerrohr trotz seines schnellen Wachstums und seiner enormen Stabilität eher vernachlässigt wurde. Durch die Neuentstehung von Bambuswäldern wird so zum einen der Lebensraum für eine Vielzahl von Arten wiederhergestellt und zum anderen eine nachhaltige Ressource gefördert.


Schule fürs Leben e.V. bietet auf den für die Aufforstung notwendigen Gartenbauflächen Lehrwerkstätte und Arbeitsplätze für kolumbianische Jugendliche an. Diese können dort eine Ausbildung absolvieren und gleichzeitig den Naturschutz ihres Landes unterstützen.


Die mobile Ausstellung BAMBUSWALDhoch10 zeigt diese ökologischen, ökonomischen und sozialen Perspektiven von Bambus als Werkstoff mit Zukunft, erklärt seine Nutzbarmachung und stellt die Arbeit des Vereins vor, der in Kolumbien Perspektiven und Arbeitsplätze schafft.


Unter dem Slogan „Kevin allein unterwegs?“ war Kevin Ruiz so den gesamten August 2016 zu Fuß auf dem Weg quer durch Deutschland. Wie auch am 18. August in Münster stellte er während seiner Etappen den Verein Schule fürs Leben e.V. vor und kam am 28. August auf Norderney an.

 

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